Bildungswerk
Das Johann-Amos-Comenius-Bildungswerk ist eine unselbständige Einrichtung des Kirchenkreisverbandes Schlesische Oberlausitz.
Es ist benannt nach Johann Amos Comenius, einem mährischen evangelischen Theologen und Pädagogen, der am 28. März 1592 in Nivnice im östlichen Mähren geboren wurde und nach einem sehr wechselvollen und schweren Leben, das durch den 30-jährigen Krieg und die Gegenreformation stark geprägt wurde, am 15. November 1670 in Amsterdam starb.
Besonders bekannt wurde Comenius durch seine theologischen und vor allem auch pädagogisch-didaktischen Werke. Er gilt als der Klassiker der neuzeitlichen Pädagogik. Zu seinen Prinzipien gehörte u. a. die Forderung nach einer umfassenden Allgemeinbildung für alle, bildungspolitische Chancengleichheit, die Verpflichtung der Lehrenden zur Anschaulichkeit und Selbsttätigkeit und die Erziehung zum Gebrauch der eigenen Vernunft.
In seinen Schriften betont er immer wieder, dass Selbstsprechen, Selbsthandeln und Selbstanwenden „die einzigen Grundlagen zum gediegenen Wissen, zur Tugend und endlich zur Glückseligkeit“ sind.
Das Bildungswerk weiß sich bei seinen Angeboten den Ideen und dem Bildungsverständnis von Johann Amos Comenius verpflichtet.
Veranstaltungen 2011
Liebe bisherige und liebe zukünftige Mitreisende,
vom 21.05. bis 31.10.2011 findet in Görlitz die 3. Sächsische Landesausstellung statt, eine hochprofessionelle Ausstellung mit wunderbaren Exponaten aus ganz Europa. Thema der Ausstellung ist die alte Handelsstraße, die mit vielen Verästelungen quer durch Europa führt. Und deswegen lautet der Titel der Ausstellung auch:
„Via Regia – 800 Jahre Bewegung und Begegnung“.
Das Thema dieser Ausstellung findet sich auch in einigen unserer Angebote wieder. Ganz besonders gilt das für unsere Auslandsstudienreise, aber auch unsere Fahrten nach Schlesien führen entlang der alten Via Regia. Doch auch mit den anderen Angeboten steuern wir wieder interessante und beeindruckende, bekannte und unbekannte Ziele an. Lassen Sie sich überraschen.
Mit den besten Grüßen
Margrit Kempgen
MAI
17.05.2011: „Schau an der schönen Gärten Zier“
- Halbtagsfahrt zum Rhododendronpark Kromlau und nach Weißwasser -
Der Mai ist in der Regel die schönste Zeit für einen Besuch im größten Freiland-Rhododendron-Park Deutschlands, denn dann entfalten die unglaublich vielen, wunderschönen Rhododendren und Freilandazaleen ihre volle Blütenpracht. Auch die architektonischen Besonderheiten wie beispielsweise die berühmte Rakotzbrücke oder das Kavaliershaus und das Schloss gilt es bei unserem geführten Spaziergang zu entdecken. Nachdem wir uns bei Kaffee und Kuchen gestärkt haben, geht es weiter nach Weißwasser zum Glasmuseum. Dort wird unter dem schlichten Titel „Vom Jugendstil zur Moderne“ zum ersten Mal in Deutschland eine Ausstellung von Edelerzeugnissen der Glaskunst der Josephinenhütte, Schreiberhau/Schlesien gezeigt.
Leitung: M. Kempgen; Kosten: ca.25,- € p. P.
JUNI
30.06.2011: „Gärten der Welt“
- Ganztagsausflug nach Berlin-Marzahn -
Eine Weltreise an einem Tag, das geht tatsächlich! Man muss nur bis Berlin-Marzahn fahren, um in den „Gärten der Welt“ andere Kulturen, Länder und Kontinente zu erleben. Auf 45 Hektar finden sich die klassischen europäischen Gartentypen wie der Karl-Foerster-Staudengarten, der Heckenirrgarten, der italienische Renaissancegarten. Ganz orientalisch gibt sich der „Garten der vier Ströme“. Wirklich exotisch wird es mit dem japanischen „Garten des zusammenfließenden Wassers“, dem koreanischen „Seouler Garten“, dem balinesischen „Garten der Harmonien“ und dem chinesischen „Garten des wiedergewonnenen Mondes“. Einzigartig ist der in diesem Jahr neueröffnete „Christliche Garten“ in der Tradition des Kreuzganges mit transparenten Wandelgängen und Texten aus dem Alten und Neuen Testament. Jeder Garten ist eine Welt für sich!
Leitung: M. Kempgen; Kosten: ca.30,- € p.P.
JULI
22.07.2011: „Bunt wie eine Sommerwiese
- Grill- und Vorleseabend in der Kreuzbergbaude –
Wie in jedem Jahr gibt es zunächst eine ausgiebige
Stärkung des Leibes, dann folgt die Stärkung des Geistes, in diesem Jahr mit Märchen aus aller Welt.
Leitung: M. Kempgen und weitere Vorleser(innen);
Kosten: ca. 10,- € p. P.
AUGUST
01.08. – 07.08.2011: „Auf den Spuren Görlitzer Tuchhändler und Pilger“
- Auslandsstudienreise nach Brabant und Flandern (Belgien) in Zusammenarbeit mit Conti-Reisen -
Mit dem Bus begeben wir uns auf eine Zeitreise auf der Via Regia. Unser Weg führt uns auf der Nordroute über Magdeburg, dem Ursprung des für viele mittelalterliche Handelsstädte bedeutsamen Magdeburger Stadtrechtes, über die Niederlande nach Brüssel, der heutigen Hauptstadt Belgiens und einem vormaligem Zentrum des Tuchhandels in Brabant. Brabant war im Mittelalter bekannt für feinste Tuche und ein wichtiges Ziel für die Görlitzer Tuchhändler. Zentrum war die Stadt Mechelen, in der wir Quartier nehme werden. Einst die Hauptstadt Karls des Großen, ist sie jetzt die „Kirchenhauptstadt“ Belgiens. Berühmt ist sie außerdem für die größte Privatkollektion an handgeknüpften Wandteppichen und ihren Großen Beginenhof. Dieser einzigartigen mittelalterlichen Wohn- und Lebensgemeinschaft von Frauen begegnen wir auf unserer Reise noch häufiger, so bspw. in der Stadt Diest und der Kunststadt Leuven, wo der Große Beginenhof als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen ist. Wir besuchen Schloss Gaasbeck und die „Perle Flanderns“, die Stadt Brügge, einst Ausgangspunkt des Tuchhandels von und nach England. Für den Rückweg nehmen wir die Südroute der Via Regia über Aachen mit dem berühmten Dom (UNESCO-Weltkulturerbe), nach Rom das beliebteste Ziel für Görlitzer Pilger. Am Ende unserer Reise steht Erfurt auf unserem Programm, zeitweise nach Breslau, die zweitwichtigste Handelsstadt an der Via Regia, u. a. bekannt für ihre Krämerbrücke, die Kaufmannskirche und die Waidhäuser. Auch Luthers Augustinerkloster beteiligte sich übrigens am Waidhandel! Kommen Sie mit auf unsere Zeitreise und lassen Sie sich überraschen!
Veranstalter: Conti-Reisen, Köln; Leitung : M. Kempgen;
Kosten (incl.Ü/HP): 940,- € p.P. im DZ; 1140,-€ p.P.im EZ
11.08. – 16.08.2011: „Burgen, Schlösser und Parks“
- Eine Themenkulturreise durch Sachsen, Böhmen und Schlesien -
Nach dem erfolgreichen Auftakt unserer neuen Reihe „Themen-Kulturreise“ im letzten Jahr, setzen wir sie in diesem Jahr mit dem Thema „Burgen“ fort. Im Mittelalter entstanden 70 Prozent der Burgen in Mitteleuropa. Sie trotzten Kanonenkugeln, Katapulten und Belagerungen. Sie wurden geplündert und gebrandschatzt, aber in ihren Mauern wurden auch rauschende Feste gefeiert und Minnelieder gesungen. Kurzum, sie sind steinerne Zeugen einer besonders bewegten Vergangenheit. Die schönsten und interessantesten unter ihnen wollen wir uns näher ansehen: Burg Stolpen, eine ausgedehnte mittelalterliche Burganlage, untrennbar mit dem tragischen Schicksal der Gräfin Cosel verbunden; die böhmischen Grenzburgen Grabstein und Friedland, sie stehen für die Wallensteiner Herrschaft; die Gröditzburg im Bober-Katzbach-Gebirge, eine mächtige Burg, in der oft Feste und Turniere veranstaltet wurden sowie der Wohnturm in Boberröhrsdorf, Rest einer alten Wasserburg, mit einzigartigen, fantastischen Wandmalereien; die Slawenburg in Raddusch/Spreewald, eine frühmittelalterliche slawische Wehranlage aus Holz und Erde, von deren Wallkrone es sich weit in den Spreewald und die neuen Landschaften des Tagebaus blicken lässt. Und natürlich gibt es neben den vielen Burgen auch wieder so manches Kleinod auf unseren Fahrten zu entdecken. Lassen Sie sich überraschen.
Leitung: M. Kempgen, R.-A. Lammert; Ort: Kreuzbergbaude;
Kosten: ca. 300,- € p. P. im DZ, 350,- € p. P. im EZ
25.08.2011: „Die schönsten Gartenhäuser der Oberlausitz“
- Halbtagsfahrt nach Herrnhut -
Schon vor ca. 250 Jahren begannen die bürgerlichen Herrnhuter Gartenhäuser zu bauen, als das im übrigen Deutschland noch ein herrschaftliches Vorhaben war. 30 von ihnen existieren heute noch in Herrnhut, jedes auf seine Weise anders und schön, in einer großen Vielfalt von Formen. Da gibt es ein- oder zweistöckige, achteckige oder quadratische, klassizistische, neogotische, fernöstliche. Der „Star“ unter den Gartenhäusern steht im sehr gepflegten Garten des sehenswerten Heimatmuseums, außen japanisch, innen deutsches Biedermeier. Das Besucherzentrum der Sternemanufaktur ist in Form eines Herrnhuter Sterns gebaut und zeigt in seinen Zacken wichtige Wegmarken der Herrnhuter Geschichte. Außerdem beherbergt es ein kleines aber feines Café „Bei Sterns“.
Leitung: M. Kempgen; Kosten: ca.20,- € p. P.
DEZEMBER
02.12. – 06.12.2011: „Seht die gute Zeit ist nah“
- Adventsrüste in der Kreuzbergbaude -
Adventszeit – Zeit zum Durchatmen! Mit unserer Adventsrüste wollen wir Sie einstimmen auf die frohe Botschaft von Weihnachten. Wir werden Zeit haben für das Gespräch miteinander, für die Bibelarbeit, Singen, Erzählen, Vorlesen, Spazieren gehen und natürlich auch für Besichtigungen. Die Ausstellung „Krippenkunst grenzenlos“ in Zittau steht auf unserem Programm ebenso wie ein Besuch in der Krippenscheune Niederseifersdorf und im Glasmuseum Weißwasser. Mit Musik von Grieg, Sibelius u. a. wird uns in der Peterskirche der Advent im Norden nahe gebracht, und wieder Kind dürfen wir im Spielzeugmuseum sein.
Leitung: M. Kempgen, R.-A. Lammert
Kosten: ca.195,- € p. P. im DZ, ca. 235,- € im EZ
02.12.2011: „Legenden und Geschichten zur Weihnacht“
- Ein adventlicher Vorleseabend in der Kreuzbergbaude -
In stimmungsvoller, vorweihnachtlicher Atmosphäre werden bei Glühwein und einem kleinen Imbiss Geschichten so bekannter Autoren wie Selma Lagerlöf, Karl-Heinrich Waggerl oder Dietrich Steinwede vorgelesen.
Leitung: M. Kempgen und weitere Vorleser(innen);
Kosten: ca. 10,- € p. P.
Ansprechpartner:
Margrit Kempgen
Tel.: 03581/744-205
Mail: comenius@kkvsol.net
