Kirche Kosel
Kirche Kosel
1. Kurzinfos
Baujahr: um 1550 Erweiterung eines Vorgängerbaus, 1696 bis 1717 Bau des Turmes und der Logen
Baustil:
Barock
Höhe
der Kirchturmspitze: 25 m
Letzte
Sanierungen: 1953 bis 1956
Besonderheiten:
Älteste Glocke , Mitte bis Ende 15. Jahrhundert, Bronze. Wird als
Kunstwerk vergangener Zeit bezeichnet. Taufschale, Messing, 16. Jhdt
Das
Schönste: Taufschale
Pfarrer:
Doehring, Hans-Christian
Gottesdienst: sonntags meist 10:30 Uhr
Kirche in der Regel nur zu den Gottesdiensten und Amtshandlungen offen,
aber auf Anfrage jederzeit zu besichtigen.
Touristen
können immer beim Pfarramt vorbeischauen, denn auch bei Abwesenheit des
Pfarrers informieren Hinweisschilder darüber, wie und durch wen
weitergeholfen wird.
2. Zur Geschichte der Kirche
Die Kirche in Kosel, einem Ortsteil der Stadt Niesky, 2 km abseits der B 115 wird schon im Jahr 1346 erwähnt. Das erste Gebäude war aus Schrotholz gefertigt. Um 1550 kam es zu einer Erweiterung des Kirchenschiffes. Einer alten Überlieferung nach soll das Kirchenschiff aus dem Holzwerk einer alten „Hofescheune“ erbaut worden sein. Eine letzte große Renovierung verbunden mit Umbauarbeiten gab es zwischen 1953 und 56. Dabei sind außen Anbauten entfernt worden.
Der Altar, der seit 1820 zu einem Kanzelaltar umgebaut worden war, erhielt bei der Renovierung 1956 wieder seine ursprüngliche Gestalt von etwa 1700 zurück: eine gemalte Kreuzigungsdarstellung. Die zweimanualige Orgel mit Pedalwerk geht im Grundbestand auf das Jahr 1703 zurück, 1830 wurde ein zweites Orgelwerk eingebaut, 1914 eine dritte Orgel eingebaut. Das Orgelgehäuse fertigte ein einheimischer Tischler.
Ein erster evangelischer Pfarrer nahm 1542 seinen Dienst in Kosel auf. Pfarrer Michael Frenzel – in Kosel tätig von 1651 bis 1662 – übersetzt das NT (wahrscheinlich nicht in der Koseler Zeit nur zu Ihrer Information) in die obersorbische Schriftsprache.
Am 05. Februar 1820 kam ein Rescript von der Königlichen Regierung in Liegnitz, welches den wendischen Gottesdienst untersagte. Seit dem hat Kosel aufgehört, eine wendische Parochie zu sein. Inzwischen hat die Kirchengemeinde Kosel keinen eigenen Pfarrer mehr, sondern ist mit der Kirchengemeinde Hähnichen pfarramtlich verbunden.
