Fundstück: Kosel
Abschrift: Oberlausitzer Gemeinde-ABC. (Artikelreihe in "Die Kirche", 1950 bis 1952)
Lage
Die von der Bahnstation Rietschen 8 km entfernte, zum Kirchenkreis Weißwasser gehörige evangelische Kirchgemeinde Kosel zählt mit dem vor Niesky gelegenen Ortsteil Sandschänke etwa 1400 Seelen. Zur Muttergemeinde gehören Stannewisch mit rund 390, Zedlitz, Roter Strumpf und Neu– Kreba mit 110 evangelischen Einwohnern. In Kosel liegen die Kirche, das Pfarrhaus und der Friedhof. Die Gemeinde wird seit 1.Juni 1949 von Pfarrer Georg Wengler betreut.
Geschichte. Der „Geschichte der Kirchfahrt Cosel“ (seit 1928 Kosel) einer 117 Seiten umfassenden Heimatchronik, die Pastor Johannes Mörbe 1845 nach alten Sagen und Urkunden bearbeitete und die 1927 in Weißwasser O/L neu gedruckt wurde, entnehmen wir kurz folgendes:
Das Dorf Cosel wird im Wendischen Koslo, das ist ein Ziegenböckchen (Bocksdorf) genannt. Es grenzt an Stannewisch, an die Trebuser und Horschaer Heide. Mörbe schildert das mühsame und kümmerliche Leben der Ackerbau und Viehzucht treibenden Bewohner und betont, daß nur wenige Handwerker, außer ländlichen Gutshandwerkern, dort ihre kärgliche Nahrung finden. Die Leute nährten sich im Sommer vom Beerenlesen, es gäbe auch mehrere Töpfer, die aus Coseler Ton gute Töpfe und anderes Geschirr, das sie meist „verfahren“ mußten, herstellten. Ein Naturdichter, Wilhelm Jentzsch, vermochte trotzdem auf dieses unbekannte und doch so „vielgeliebte Vaterland der Preiß- und Heidelbeeren“ ein 24strophiges Loblied zu singen.
Dem Wanderer, der Cosel besuchen wollte, wurde vom Chronisten folgender Weg gewiesen: Auf der nach Muskau führenden Poststraße, nicht weit von der im Wald gelegenen Neuschänke oder Sandschänke, wird er einen Wegweiser antreffen, der ihm links von der Straße den „Ausweg“ nach Cosel weist. Der Weg führt den Reisenden aus der Heide in eine weite talförmige Ebene und rings von Wald umschlossen liegt Cosel. Der müde und bestaubte Reisende findet beim Herrnhofe Gelegenheit, „abzuruhen, seinen müden Körper durch Speise und Tank zu erfrischen und zu stärken usw. Freilich darf ihm das Geld nicht ausgegangen sein, da ja keine Henne umsonst scharrt“. Die Straße, die das Dorf entlang geht, ist die Bautzen- Saganer Landstraße, die sehr belebt ist. „Auch werden im Sommer auf ihr allwöchentlich viele Hunderte Schweine von Sagen nach Sachsen getrieben“. „Ziemlich am Ende der langen Dorfgasse befindet sich das Schulhaus und gegenüber die Kirche und die Pfarrgebäude. Hier hat nun der fromme Wanderer, wenn er sich noch nicht von dem Unglauben der Zeit durch das Trugbild hat blenden lassen, gute Gelegenheit, sich bei dem Anblick des Gotteshauses und der Gräber der Entschlafenen, die in Cosel alle mit anständigen hölzernen Kreuzen bezeichnet oder mit steinernen Denkmälern belegt sind, an die Vergänglichkeit der Welt und das Ziel der Reise seiner irdischen Pilgerfahrten zu erinnern, sein Herz durch ein stilles Gebet zur Erfüllung seiner Berufe zu stärken, seine Wege Gott zu empfehlen und zu sagen: Lenke, Vater, mein Bestreben hin zu einem bessern Leben. – Lehre mich schon in der Zeit mich am Ewigen ergötzen, hier den Wert der Dinge schätzen wie einst in der Ewigkeit“.
Geschichte und Sage erzählen von Wind- und Wassermühlen. Eine Windmühle in Ober- Kosel sei 1831 erbaut, aber im nächsten Jahre wieder abgebrannt. Die 1742 in Nieder- Kosel erbaute Mühle habe um 1820 einer Gesellschaft von Menschen „unter dem Vorwande frommer Andachtsübungen“ als Versammlungsort gedient. Sie hätten jedoch unter der Anführung eines feinen Betrügers Schatzgräberein getrieben, seien aber von den Koseler Einwohnern auseinandergejagt worden, „das beste Mittel“, meint der Chronist, „um mehr Unglück zu verhüten“. Aberglauben und Volkssagen spielen um die alten Mühlen und den Galgenberg in Nieder- Kosel (Schibenja), der zum Mittelgut gehörte.
Nach einer Urkunde von 1519 war der Hammer zu Creba berechtigt, in zahlreichen Orten darunter auch in Kosel, Eisenstein zu graben. Dieses Recht hat oft zu Streit und langwierigen Prozessen geführt. G. Reinhardt, der die oben genante „Geschichte der Kirchfahrt Cosel“ 1927, also nach 82 Jahren, neu herausgab, stellt mit großer Befriedigung fest, welche wirtschaftlichen Fortschritte das Dorf in diesen 80 Jahren gemacht hat.
„Strohdächer, Holz- und Lehmhäuser sind fast ganz verschwunden, und die Notiz im Protokollbuche des Gemeindekirchenrats vom 18. Juli 1877, daß „wirtschaftlich notorisch Arme in der Parochie nicht vorhanden seien“, stellt der aufstrebenden Gemeinde sehr gutes Zeugnis aus. Wie auch in anderen Dörfern hat in Kosel die Aufhebung der Hofdienste und der Übergang der dörflichen Besitzungen aus der Lebensoberhoheit der Güter in das freie Eigentum der Besitzer außerordentlich segensreich gewirkt. Essen und Trinken bekam ja der Hofearbeiter der alten Zeit, ob etwas fertig wurde oder nicht. Nach der Ablösung aber ging die Arbeit auf eigenen Nutzen. Wer nichts tat, erntet wenig und mußte hungern. Die Leute mußten jetzt „mehr und strammer“ arbeiten, schreibt Mörbe. Damit wuchs die Freude am Erfolg der Arbeit, der nun dem Arbeitenden selbst zugute kam. Mit der Freude am Erfolg stieg aber auch die Freude an der Arbeit selbst, und damit wuchs der Wohlstand der Gemeinde von Jahr zu Jahr bis zu dem schon erwähnten Zustande, daß 1877 kein wirklich Armer mehr in der Gemeinde vorhanden war. „Jetzt freilich“, setzt Reinhardt hinzu, „machen sich wieder Bestrebungen breit, die das Privateigentum beseitigen wollen und in genossenschaftlicher Arbeit des ganzen Dorfes das Heil sehen“.
So reizvoll es auch ist, die Erlebnisse der Gemeinde im wechselvollen Verlauf der allgemeinen deutschen Geschichte zu verfolgen, wir müssen uns das hier versagen. Was die Gemeinde erlebte, unterscheidet sich nicht wesentlich von dem geschichtlichen Geschehen in der Oberlausitz überhaupt. Die Oberlausitz war im 15.Jahrhundert ein Anhängsel der Krone Böhmen, vorübergehend des Markgrafentums Brandenburg und Meißen. Als solche wurde es immer stiefmütterlich behandelt. Während die Oberlausitzer Städte in dieser Zeit zu außerordentlicher Macht und Blüte gelangten, ging das platte Land immer mehr zurück. Unter den zahllosen Fehden Truppendurchzügen und während der Hussitenkriege litt das Land unsäglich. Es blieb allen Unbilden des Unfriedens ausgesetzt, während die Städte ihre Tore vor herannahender Gefahr schlossen und die Feinde abwehrten. Doch wir wollen unsere geschichtlichen Betrachtungen abbrechen und uns der Kirche zuwenden.
Die Kirche
Wann die Kirche erbaut worden ist, wissen wir nicht. Man nimmt an, daß der älteste Teil des Gotteshauses um 1200 entstand, als der Strom der aus dem Westen kommenden deutschen Einwanderer die Dörfer der Oberlausitz erreichte. Die Kirche wird zunächst aus dem jetzigen Altarraum bestanden haben. Der katholische Priester hielt darin die Messe, während sich die Gläubigen, um zu beten und die Messe zu hören, vor der Kirche versammelten. Nach der Messe trat der Priester vor die Tür der Kapelle und erteilte dem auf dem Vorhofe, d. h. dem Kirchhofe, wartenden Volke den Segen.
Der erste Erweiterungsbau, d.h. der Anbau des Kirchenschiffes, fällt vermutlich in die Zeit nach dem Eindringen der Reformation, also etwa um 1550. Für den evangelischen Gottesdienst, der ja den Hauptnachdruck auf die Predigt legt, mußte der Gemeinde ein Raum geschaffen werden, worin sie die Predigt anhören konnte. Das Kirchenschiff soll nach alter Überlieferung aus dem Holzwerk einer großen Holzscheune erbaut worden sein. Man hat an den Balken der Decke noch erkennen können, daß sie vorher anderen Zwecken gedient hatten. Die Kirche war ursprünglich eine schlichte Schrotholzkirche, d. h. die Wände waren aus roh behauenen Baumstämmen zusammengefügt. Im Dreißigjährigen Kriege hat die Kirche schwer gelitten; man hat nach dem Kriege eine neue Fachwerkwand an der Nordseite eingezogen. Ähnlich dieser Wand ist auch der untere Teil des Turmes vermutlich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut worden. Die Glocken hingen wahrscheinlich zuerst in einem neben der Kapelle stehenden Glockengerüst. Der Kirchturm soll von einem Coselner Zimmerpolier ohne Zeichnung erbaut worden sein. Der Überlieferung nach habe er sich das Modell des Turmes aus Strohhalmen in einer Ackerfurche zurechtgelegt, was durchaus nicht unwahrscheinlich klingt. 1777 zerstörte der Blitz den oberen Teil des Turmes, der im Jahre darauf von Zimmermeister Kottwitz aus Tormersdorf wieder aufgebaut wurde. Unter Pfarrer Hilbenz (1820/21), der in seiner nur 1½ jährigen Amtszeit in Kosel eine rege seelsorgerische Tätigkeit entfaltete, wurde das Gotteshaus von Grund auf geändert und erneuert. Pfarrer Hilbenz berichtet darüber u. a. folgendes: Das Gotteshaus wurde zu einer geräumigen gepflasterten Halle umgestaltet. Die Kirchtür wurde unter die Orgel und die Emporentür hinter die Orgel verlegt. Die Frauenstände wurden zu beiden Seiten getrennt, das Chor wurde 2 Ellen hinausgebaut und drei Bänke für die Schule und vier Bänke für Ober und Nieder- Kosel aufgestellt. Sechs Männer aus der Gemeinde erbauten aus freien Stücken die Kanzel. Sie wurde in den Altar verlegt. In dem katholischen Altar in der Sakristei legte Pfarrer Hilbenz aus einer eigenen Büchersammlung eine kleine Bibliothek an. Acht Mitglieder der Gemeinde stifteten den Kronleuchter.
Die Orgeln
Das „alte Orgelchen“, wie es genannt wurde, bekam die Kirche 1707. Es hat der Gemeinde über 120 Jahre gedient. Aber dann hatte es ausgedient, und 1829 wagte es Pfarrer Pannewitz (1826 – 31), die Mittel für eine brauchbare Orgel zu sammeln. Sein erster Bittgang zum Patron von Nieder- Kosel war vergeblich, aber der Com- Patron von Ober- Kosel versprach 10 Thaler. Die Gemeinden von Ober- und von Nieder- Kosel erklärten: „Was der Herr gibt, geben wir auch“, und da dieser seinen Betrag erhöhte, hatte der Pfarrer im Anfang 70 Thaler zur Verfügung. Er sandte die beiden Kirchväter mit einer leeren Büchse in die Umgebung. Diese öffentliche Sammlung war nicht genehmigt, und der Gendarm wollte die Sammler zum Landrat in Rothenburg führen. Da dieser aber bereits selbst einen Thaler gestiftet hatte, griff der gestrenge Hüter des Gesetzes in die Tasche, legte 50 Silbergroschen in die Büchse, schwang sich aufs Roß und ritt davon. Rund 50 Thaler waren das Ergebnis der Sammlung der Kirchväter. Gut und Gemeinde Stannewisch stifteten noch je 10 Thaler. So konnte schließlich – ein Gelegenheitskauf – von den Geschwistern Grünwald in Seifhennerdorf in Sachsen ein gebrauchtes Werk für 105 Thaler erwoben werden, das ausnahmsweise zollfrei über die sächsisch-preußische Grenze nach Kosel gebracht wurde. 95 Jahre hat auch diese Orgel in guten und schweren Tagen den Gesang der Gemeinde begleitet, bis 1914 ein Fräulein Kranista auf Muhrau 2700 Mark für eine neue schöne Orgel stiftete, die am 5. Juli 1914 feierlich geweiht wurde.
Die Glocken
Die drei Glocken der Kirche stammten aus der katholischen Zeit, Fremde, die sie zum ersten Male hörten, wollen empfunden haben, daß das Geläut „katholisch klänge“. Die große Glocke trägt die Inschrift: „Hilf Got. Maria berat. Was ich beginn, ein gut ende gewinn“. Die einzelnen Worte sind kleine Medaillons, Maria mit dem Jesuskind auf dem Schloß, voneinander getrennt. Die Glocke stellt mit den fein und sauber ausgeführten Bilder-Medaillons ein Kunstwerk dar. Gröber und aus rohem Gruß ist die wahrscheinlich ältere mittlere Glocke. Ihre Inschrift lautet: „J.I.U.N. rex gloria“. Diese Glocke wurde im 2. Weltkriege am 19. Februar 1942 abgenommen, da sie schadhaft war. Infolgedessen blieb die große als einzige Läuteglocke erhalten. Die kleine Glocke soll nach der genannten Chronik aus Petershain stammen und von den Petershainern 1692 „vertrunken“ worden sein, trägt keine Inschrift, sondern nur eine Zierleiste am oberen Rande. Sie wurde im Kriegsjahr 1916 (oder1917) abgegeben. Vielerlei Stiftungen für kirchliche Geräte, Altardecken, Kriegergedächtnistafeln, Teppiche, Orgelpfeifen, eine elektrische Beleuchtung u. a. mehr werden noch aufgezählt. Ebenso ist die Erneuerung des Turmes vom Jahre 1815 eingehend geschildert. So reizvoll all diese Schilderung für die Einheimischen sein mögen, sie können hier im einzelnen nicht wiederholt werden
Der Kirchhof
Der Kirchhof umfaßte ursprünglich nur 111 Quadratruten. 1852 wurde er um ein kleines Gärtchen des Pfarrers am Moholze- Weg und später durch ein Gärtchen des Kretschams erweitert. 1865 erhielten Friedhof und Pfarrgarten eine gegen die Straße abschließende Mauer. Seit 1841 wurden Reihenbegräbnisse eingeführt, entgegen der alten Sitte, wonach sich die Familie immer an derselben Stelle beerdigen ließen. Im Jahre 1872 wurde der abgesonderte Beerdigungsplatz für Selbstmörder aufgehoben. Bis dahin wurden Selbstmörder, nachdem man sie hinten über den Friedhofszaun geworfen hatte, in einem unförmigen Loche verscharrt.
Die Begräbniszeit war früher für Kosel 1 Uhr mittags, seit 1891 ist sie für alle Gemeinden des Kirchspiels auf 2 Uhr festgesetzt worden.
1903 wurde der Kirchhof geschlossen und auf einem drei Morgen großen Landstück, das für 200 Mark vom Dominium Ober- Kosel erworben wurde, ein neuer Friedhof angelegt.
Die Geistlichen
Über die Geistlichen aus der Zeit vor der Reformation ist nichts bekannt.
In einem offenbar lückenlosen Verzeichnis sind dagegen von 1542-1925 30 Pfarrer mit allen persönlichen Daten ihrer Herkunft, Ausbildung, Ordination, der Amtszeit in Kosel und mit den Namen ihrer Ehefrauen und Kinder aufgezählt. Wenn man danach für Kosel eine durchschnittliche Amtszeit von 12-13 Jahren errechnen wollte, so ergäbe das ein falsches Bild, denn es fällt in Augen, daß bis 1819 verhältnismäßig lange Amtszeiten der Pastoren in Kosel verzeichnet sind, während von da ab bis 1927 die Geistlichen in der Mehrzahl nur wenige Jahre in Kosel blieben. Darüber klagt der Schlußbericht mit folgenden Worten: „Es ist außerordentlich schmerzlich, daß sich kein treuer Hirte mehr finden will für unser armes Heidedörfchen. Das religiöse und kirchliche Leben leitet ganz außerordentlich unter dem fortgesetzten Pfarrerwechsel und unter der naturgemäß mangelhaften kirchlichen Versorgung während der oft lange Jahre währenden Vakanzzeit“.
Auch über die Besoldung der Geistlichen in den ältesten Zeiten gibt die „Geschichte der Kirchfahrt Cosel“ erschöpfende und interessante Auskunft. Diese Besoldung mag zu der Zeit, als sie festgesetzt wurde, ansehnlich genug gewesen sein. Sie hat sich aber, durch die Jahrhunderte gleichbleibend den Zeitverhältnissen nicht angepaßt und ist, wie es heißt, „zuletzt nur noch kümmerlich und gar nicht mehr für die bescheidenste Lebensführung ausreichend“ gewesen. Sehr umständlich, ja oft sogar peinlich muß es für die geistlichen Herren gewesen sind, ihre Besoldung, die aus der Pacht für die Wiedemut, Holz, Decem- Bezügen, Accidentien, Opfer und Speisung bestand von den Verpflichtenden einzuziehen. Die Pfarr- Wiedemut hatte immerhin eine Größe von rund 73 Morgen. „Aber wenn die Zahlungen vom Pfarrpächter zu schlecht oder gar nicht eingingen, dann übernahm der Pfarrer wohl auch die Bewirtschaftung der Wiedemut in eigene Regie“. Das letzte Mal geschah dies von Pfarrer Haupt um die Mitte des 18. Jahrhunderts mit dem betrüblichen Erfolge, daß dem Pfarrer, als er die Selbstbewirtschaftung wieder aufgeben mußte, eine Schuldenlast von 500 Thalern erwachsen war. Gut, daß es „anders worden in dieser neuen Zeit“!
Auch von den alten Sagen, Sitten und Unsitten oft heidnischen, bisweilen christlichen Ursprungs, von Aberglauben, von verhextem Vieh, vom Räuberhauptmann und Mädchenräuber „Hugdar“, vom „versunkenen Schloß zu Cosel“ von gruseliger natürlicher Geistermusik und anderen Schauermärchen, so um Sümpfe und Schandstätten spielen, wird berichtet, und der Chronist bemerkt, „daß der Glaube daran noch immer lebendig sei“. In unserer Zeit, die ja genugsam durch schwere Nöte und Mühsale gegangen dürfte die Lust an solch mitternächtlichen Spukgeschichten überwunden sein.
Wir hoffen vielmehr, daß herzenstiefe Sehnsucht nach dem Frieden, der höher ist als alle Vernunft, auch in unseren Heidehäusern die Seelen unseren Gemeindeglieder bewegt. Gebe uns Gott diesen Frieden!
E.W.G.
