Kinder: „Der gute Hirte“ in Zodel wurde eingeweiht.
Eine Andacht, eine musikalische Kinderreise um die Welt und Gruß- und Segensworte von vier Pfarrern, dem Superintendenten, dem Bürgermeister, der örtlichen Paten-Raiffeisenbank und vielen anderen Unterstützern begleiteten die Wiedereinweihung der evangelischen Kindereinrichtung „Der gute Hirte“ am Wochenende in Zodel/Neißeaue.
Von Bettina Ernst-Bertram
„Verhüte Feuer, Wasser, Schmutz, gib denen, die hier leben, Schutz“, sagte der fünfjährige Paul, eines von derzeit 35 Kindern zwischen einem und sechs Jahren, die hier in drei Gruppen betreut werden. 52 Kinder können hier nun aufgenommen werden. Denn für 490.000 Euro haben Firmen während der vergangenen sieben Monate das marode Gebäude komplett entkernt und in eine freundliche moderne Kindertagesstätte verwandelt. 42.000 Euro steuerte die Evangelische Kirche zur Innengestaltung bei, davon 16.000 Euro allein der Kirchenkreis Niederschlesische Oberlausitz. Strahlende Gesichter beschauten am Samstag helle pastellfarbende Räume, der eine Gruppenraum ist bestens präpariert für kreatives Gestalten, Basteln und Bauen, der andere neu für Theater- und Rollenspiel gemacht. Komplett erneuert sind Elektrik, Sanitärbereiche und Dämmung, und es gibt nun auch eine Fußbodenheizung, die speziell für die Jüngsten, die viel auf dem Boden spielen, äußerst angenehm ist.
Pfarrer Albrecht Naumann sagte für den Träger, die Kirchengemeinde: „Hier erhalten die Kinder liebevolle und fürsorgliche Aufmerksamkeit, hier lernen schon die Jüngsten grundlegendes Vertrauen zur Welt.“ „Nun danket alle Gott“, der Choral, den Pfarrer Hans-Albrecht Lichterfeld während der Andacht anstimmte, sprach den allermeisten der 250 Gäste in der Turnhalle am Samstag aus tiefstem Herzen. Der Holzbildhauer Ryszard Zajac von der Kirche Wang in Karpacz hat den Auftrag, ein Reliefbild (100x70) mit einer Darstellung des „Guten Hirten“ für den Kindergarten zu schaffen, denn der gute Hirte steht für die Zuwendung zu jedem einzelnen. Für die Außengestaltung des Grundstückes gab es Geld und farbenfrohe Pflanzen von Gudrun Rönsch, der Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen beim Kirchenkreisverband, und vom Superintendenten, Dr. Thomas Koppehl.
„Eine der ärmsten Gemeinden, Neißeaue, die östlichste Gemeinde Deutschlands, ist zugleich eine der kinderfreundlichsten in unserem Land“, hob Bürgermeister Ewald Ernst zufrieden hervor. Die Gemeinde hat auf 1900 Einwohner gleich drei Kindertagesstätten.
