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Gottesdienst: „Cześć!“ und „Amen!“

Zum fünften Mal gab es am 6. November 2011 den jährlich gefeierten gemeinsamen deutsch-polnischen Gottesdienst mit der noch jungen Gemeinde Lauban in der Görlitzer Peterskirchenkrypta

Text und Foto: Bettina Ernst-Bertram

Görlitz. Wer die Krypta der Peterskirche betritt, ist per Luftlinie nur ein paar Meter von Zgorzelec entfernt. In der Krypta fand am Sonntag der 5. gemeinsame deutsch-polnische Gottesdienst der noch jungen Gemeinde Lauban/Zgorzelec mit der Görlitzer Innenstadtgemeinde statt. Dreißig Kinder der Freien ev. Dietrich-Heise-Grundschule sangen dort ihr schwieriges Lied von den Seligpreisungen („Błogosławieni...“) und noch andere Lieder auf Polnisch, souffliert von ihrer Lehrerin Emilia Strzałek und unterstützt von der Freiwilligen der Ev. Schule, Kati aus Prag, die Querflöte spielte, und Freunden, die zur Gitarre griffen. Evangelische aus Polen und aus Görlitz drängen sich in den Bänken der Krypta. Superintendent Thomas Koppehl aus Niesky und Pfarrer Cezary Królewicz aus Lauban, Zgorzelec und Bogatynia (Polen) begrüßten, predigten und strahlten simultan:

Krypta als missionarischer Ort

Die polnischen Lutheraner nutzen im fünften Jahr die Peterskirche als Predigtstätte für ihre monatlichen polnischen Gottesdienste. „Der Ort ist missionarisch“, sagte Pfarrer Królewicz, und das wurde zweisprachig gefeiert. Die vor knapp sechs Jahren gegründete Gemeinde ist zwar mit 120 Mitgliedern nicht groß, sie wächst aber, hat „Sympathisanten“ und eine Diakonie. Koppehl und Królewicz predigten über den Wochenspruch: „Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils.“ (2.Kor. 6,2). Koppehl pries die Chance des Innerhaltens bei Gott gegen den eitlen Wettlauf um die Gunst der Menschen. In dem Sinne brachte es der Abendmahlsgottesdienst unmerklich auf fast zwei Stunden. Nach dem Segen schlossen sich die Pfarrer spontan und herzlich in die Arme und schickten die Gemeindeglieder mit guten Worten und freundlichem „Cześć!“ in die neue Woche.

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